Günter Langenbergs Lyrikscheune


Ein bisschen Glück
6. Juli 2013, 05:03
Filed under: Tiere

Der blaue Vogel aus der Eibe
flog gegen Glas – die große Scheibe.
Aufgrund von mäßigem Verstand
hat er die Glasfront nicht erkannt.

Zum Glück brach er sich weder das
Genick noch einen Flügel. Was
ihn kirre machte, war sein Kopf,
das Hirnchen unterm Federschopf.

Der Kopf dem blauen Vogel schwirrte,
wodurch sich sein Instinkt verwirrte.
Er hockte reglos auf der Erde
und fand zu keinerlei Gebärde.

Ein weit’res Glück bestand darin,
dass keine Katze sich dorthin
begab, wo jetzt der Vogel hockte,
dass keinen Schwanz die Beute lockte.

Der blaue Vogel aus der Eibe
regenerierte vor der Scheibe
sein Denk- und Flugvermögen bald
und flog davon. – So sind sie halt,

die Tierchen mit dem Federkleid!
Geschieht den Vögelchen ein Leid,
bedeutet dies nicht stets ihr Ende.
Ein bisschen Glück bringt oft die Wende.

Vogel


Schreibe einen Kommentar so far
Hinterlasse einen Kommentar



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s



%d Bloggern gefällt das: