Günter Langenbergs Lyrikscheune


Allerlei rau *
30. September 2018, 13:40
Filed under: Leben

Wer einen Dachschaden hat, ist offen für Höheres,
doch während des Tages bin ich nicht in der Nacht.
Der Feind in meinem Bett ist der gefährlichste.
Jeder Extremist ist Mist. Aber verstehen
und verstanden werden, das ist Heimat.

Die Würfel werden neu gemischt.
Angst ist nur etwas für Ängstliche.
Man erkennt seine Schweine schon am Gang.
Auch das Schaf im Wolfspelz weiß:
Käse ist keine Wurst. Niemals.

Tiere können nicht lügen, denn
Lügen ist ein klares Zeichen von Intelligenz.
Ich wäre bereit, für mich zu sterben.
Ja, auch Männer haben Gefühle …
Durst zum Beispiel. Das unterstelle ich gerne.

Wenn man im Loch sitzt, sollte man nicht tiefer graben.
Schnapsideen hat man nur, wenn man besoffen ist.
Da spuckt man sogar in den Teller, von dem man isst.
Jeder weiß heute: Langsam krümmt sich die Banane.
Sie ist das lauwarme Glück älterer Paare.

Wenn in einer Debatte die Hysterie das Hirn schlägt,
fange ich an, Locken auf der Glatze zu drehen.
Mit sich im Reinen sind nur die Doofen, meine ich.
Es ist besser, ungenau richtig- als exakt falschzuliegen,
sage ich jemandem nach. Es könnte von mir sein.

*/ Anmerkung: Dieses Gedicht ist dem geballten Nonsens gewidmet.

Shisa-Paar-3


1 Kommentar so far
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der erste Satz finde ich ganz toll. Den merk ich mir…und alle anderen natürlich auch. ;–)

Kommentar von brigwords




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