Günter Langenbergs Lyrikscheune


November
17. November 2018, 10:20
Filed under: Leben

November heißt die trübste Zeit,
die im Kalenderjahr wir kennen.
Des elften Monats Eigenheit
macht wünschen, sich von ihm zu trennen.

Der Himmel grau verhangen ist.
Ein kalter Wind bläst stark umher.
Er schüttelt ohne Gnadenfrist
den letzten Baum von Blättern leer.

Das tote Laub liegt faulig-nass
durch hundsgemeinen Nieselregen
am Boden. Und der Baum wirkt blass,
des Wetters und der Trauer wegen.

Er trauert um sein Blätterkleid,
das ihn erst grün, dann braun verzierte,
und nur des Nebels Leichtigkeit,
die ihn von jeher faszinierte,

lässt ihn die Trübsal dann vergessen,
lenkt die Gedanken sonst wohin.
Der Abend naht sich unterdessen.
Die Nacht wird zur Beschützerin.

Des elften Monats Eigenheit
– so wie von der Natur bestimmt –
ist seine Ungemütlichkeit,
die wenig gibt und sehr viel nimmt.

*************************

Zum Trost hier ein wärmendes Bild:

Tischschmuck


2 Kommentare so far
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schönes Gedicht! Für mich ist der November verständlicherweise ein schöner Monat.

Kommentar von brigwords

Vielen Dank !! — Das soll für dich auch so bleiben 🙂
Das Gedicht ist übrigens schon älter. Ich hab’s gepostet, weil ich ein Gedicht für das Tischschmuckbild brauchte, das ich gestern gemacht habe.

Kommentar von Günter Langenberg




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