Günter Langenbergs Lyrikscheune


Yoga?
31. Januar 2019, 22:40
Filed under: Leben

Man verspricht mit Healing Yoga
Power, Purpose mir und Peace.
Lieber zieh ich meine Toga
an und höre Potpourris.

yoga



Gerade noch die Kurve gekriegt
29. Januar 2019, 13:10
Filed under: Leben

Die hohe Mauer, die ich vor mir seh,
vor der ich eine ganze Weile steh,
erweist sich zwar als Hindernis für mich,
jedoch ergibt auch eine Lösung sich,
indem ich schlicht um sie herumspazier,
bevor ich mich vor jemandem blamier.

mauer-2



Zum Wohl
24. Januar 2019, 12:50
Filed under: Leben

Im Gasthaus auf dem Lande
zeigt man im Festgewande
sich heut am Feiertage.
Die frohe Stimmungslage
beflügelt jedermann.
Dass man gut trinken kann
und dies auch zügig tut,
ist wirkungsvoll. Der Mut
zum Feiern auch erfasst
die Gänse. Niemand chasst
sie heut, und deshalb tanzen
vor Freud sie fast den ganzen
geliebten, langen Tag.
Wohl dem, der Gänse mag!

gasthaus

Dieses Stickbild ist eine Handarbeit meiner Mutter, Frau Elfriede Langenberg, aus dem Jahr 1976.


Eine Spur der Ewigkeit
5. Dezember 2018, 18:10
Filed under: Leben

Als du noch lebtest, warst du eins
mit aller Schönheit der Natur.
Du warst so lieblich und so pur.
Das größte Glück war scheinbar deins.

Und selbst im Tod bist du noch schön,
wirst du geliebt von der Natur.
Drum schmückt sie deine Grabfigur
und möchte ewig dich erhöhn.

Grab



Eine Hexengeschichte
2. Dezember 2018, 10:30
Filed under: Leben

In Dingsda stand ein Hexenhaus.
Die Hexe schaute immer raus.
Mal aus dem einen Fenster schaute
die Hexe, die stets Gummi kaute,
mal aus dem andren Fenster. Und
ihr Kleid war offenherzig bunt.
Erkannt hab ich sie an dem Raben,
den Hexen auf der Schulter haben.
Sie zeigte ihre schönsten Seiten
und lockte mich mit Süßigkeiten.
Ich fiel jedoch auf sie nicht rein,
vermied bewusst ein Stelldichein,
doch ging ich oft am Hexenhaus
vorbei. Nur für den Augenschmaus.

Haus



Fesselnd
1. Dezember 2018, 17:10
Filed under: Leben

Das Ding, worin ich mich oft fessel,
ist mein gefleckter, bunter Sessel.
Ich fessel mich mit einem Buch,
das aus dem Stapel ich mir such,
dem Stapel ungeles’ner Bücher.

Zum Fesseln brauch ich keine Tücher.
Es reicht ein Buch, das spannend ist
und packend, weder fad noch trist.
Gefesselt durch das Buch, verbring
viel Zeit im Sessel ich. Mein Ding!

Sessel



Himmlisches
26. November 2018, 20:00
Filed under: Leben

Der Denker denkt sich was dabei,
wenn er den Himmel starr betrachtet.
Auf andre wirkt er wohl umnachtet.
Das ist der Preis der Grübelei.

Der Denker starrt den Himmel an,
als wolle er ihn ganz durchdringen.
Ihm geht es da vor allen Dingen
ums Paradies als Muselman.

Denker