Günter Langenbergs Lyrikscheune


Zwei zusammen
19. März 2018, 18:40
Filed under: Liebe

Zusammen sind wir stark,
egal, wie tief der Quark
auch immer sein mag. Wir
sind eins, wir zwei. Und hier
und heute soll’n’s die Leute
von uns erfahren. Läute
mal einer alle Glocken!
Die Welt ist von den Socken.

Blüten



Ein Lächeln für Buddha
19. März 2018, 16:20
Filed under: Liebe

Buddha saß im Klosterhof,
fand das Meditieren doof,
wollte die Gedanken lenken
und mal an was andres denken.
Nix Erleuchtung, nix Nirwana.
Nicht einmal für Ikebana
konnte Buddha sich erwärmen.
Er gedanklich kam ins Schwärmen
erst, als sich ’ne junge Frau
vor ihm niederließ. Genau
solche Gesten machen froh.
Hübsch die Frau im Kimono,
die ihn int’ressiert beschaute
und sich dann zu lächeln traute.

Buddha-2



Aufklärung tut not
14. März 2018, 12:40
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

Die Nixe brächt‘ Tod und Verderben
dem Manne, der es mit ihr triebe.
Die Meerjungfrau sehnt sich nach Liebe.
Bei ihr darf der Mann sich bewerben.

Die beiden verlockenden Wesen
sind kaum auseinanderzuhalten
bei dem, was sie weiblich entfalten.
Doch kann in den Augen man lesen,

wer wohl eine Meerjungfrau ist.
Blick ihr in die Augen zuerst,
damit du gefahrlos verkehrst!
Die Meerjungfrau weiß, wer du bist.

Meerjungfrau



Die Stunde
7. März 2018, 20:00
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

Es treffen sich zur Schäferstunde
zwei schwer verliebte Menschen. Und
der Schäfer schafft’s auch ohne Hunde,
das Feld zu räumen. Cool und rund
für Liebende zu dieser Stunde.

Schäferstunde



Alle?
5. März 2018, 19:00
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

Zwei Gänse sich verliebten
unsterblich ineinander.
Bereits nach ihrem siebten
Gebalz hieß es: „Ich wander
wohl besser ab, du Schnalle!“
Na ja, so sind sie alle.

Gänse



Advent für Adalbert
8. Dezember 2017, 08:10
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

An einem Abend im Advent
stand Adalbert, der Kunststudent,
in seiner Bude vor der Leinwand
und malte Wolken, was er fein fand.

Doch wurden alle Wolken grau,
worauf des Malers Bildbeschau
ergab, dass er die Leinwand knüllte
und den Papierkorb damit füllte.

Auf einer neuen Leinwand dann
ein hübscher Kranz Gestalt gewann,
aus Tannengrün schön dicht geflochten,
die Kerzen rot mit weißen Dochten.

Und eine der vier Kerzen kriegte
ein gold’nes Flämmchen. Das besiegte
mit seinem wunderschönen Licht
des Malers graue Stimmung nicht.

Erst als die vierte Kerze brannte,
der helle Schein ihn übermannte.
Und Adalbert rief freudevoll:
„Das wird ein gutes Bild! – Jawoll!“

Er malte noch das Drumherum
mit flinkem Pinsel und Gesumm
und war begeistert von dem Werke,
erfüllt von kreativer Stärke.

„Advent“, sprach er, „Advent, Advent!
Jetzt, wo das vierte Kerzlein brennt,
geh‘ ich doch lieber mal zur Tür,
wo Christa steht, und öffne ihr.“



Ah und Oh
22. November 2017, 07:50
Filed under: Liebe | Schlagwörter:

Es ist der Tanz,
der’s macht,
und die Rasanz,
die lacht.

Es ist die Nacht,
die’s bringt,
die unbedacht
gelingt.

Es ist am Tag
danach,
als ich mir sag:
Gemach!

Es ist der Tag
darauf,
wo ich mir sag:
Pass auf!

Es ist noch nicht
zu spät.
Verstand jetzt spricht.
Sie geht.

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